Dinge, auf die man mal gucken kann

Es gibt sie mitunter, diese Tage. Das Wetter ist Mist, im Fernsehen läuft auch nichts und die Release Notes vom letzten Framework Download sind irgendwie auch unspektakulär seit das so verbreitet ist. Also kann man sich mal Dinge angucken, die man vorher nicht so beachtet hat. Zeitverschwendung ist sowas nie, da selbst, wenn sich die Technologie als völliger Irrweg herausstellen sollte, man etwas dabei gelernt hat. Ich werde unter dieser Kategorie immer mal ein paar Dinge anschneiden, die ich für beachtenswert halte. Wenn sie sehr beachtenswert sind, gibt es dafür dann ggf. noch einmal einen eigenen Beitrag.

Wildfly

Wildfly ist der neue JBoss. JBoss hat seinerzeit arg an Beachtung eingebüßt, als Glassfish rauskam. Glassfish war schlank, GUI bedienbar, innovativ, man konnte alles über die GUI machen, schnell, man konnte sogar in der GUI sehen, wie schnell und hatte vor allem eine Admin DAU Entwickler taugliche GUI. Eine der tragenden Säulen des Glassfish Projekts Arun Gupta, ist zu RedHat gewechselt und kümmert sich dort um Wildfly. Das in Kombination mit der Einstellung des kommerziellen Supports von Glassfish durch Oracle macht Wildfly zu dem zur Zeit interessantesten Applicationserver.  Wer Java EE macht und nicht in Festanstellung in einer Versicherung die nächsten 20 Jahre entspannt mit WebSphere verbringt, wird nicht drum rum kommen, sich den mal anzugucken. Da ist eine enorme Menge coooles Zeug drin womit man sich das eine oder andere Wochenende ruinieren vertreiben kann.

 Node.js und Avatar

Node.js ist eine Eventgetriebene Plattform für Web-Anwendungen die auch Serverseitig mit JavaScript realisiert werden. Es gibt verdammt viele Anwendungsfälle für die so etwas Sinn macht. Ok, das Konzept ist nicht so wahnsinnig neu. Das konnte nginx schon vor einer IT-Ewigkeit und auch ich habe zu Beginn des Jahrtausends in einer Firma gearbeitet, wo ein AppServer mit einer derartigen Technik entwickelt wurde, aber mit den aktuellen Anforderungen durch Ajax und die Einführung von WebSockets ist das Thema relevanter denn je. Klar, gibt es sowas auch in Java EE aber halt noch nicht so lange und für Node.js gibt es bereits jede Menge Module. So cool Node.js auch ist, gibt es doch einige Nachteile, wie die Integration von aufwändigen Berechnungen oder ganz triviale Dinge wie Datum mit Zeitzonen oder BigDecimal.

Javas Erfolgsrezept war es immer alles zu integrieren, was gerade hip ist – also gibt es Projekt Avatar, was im wesentlichen die Funktionalität von Node.js und Java EE verbinden soll. Es ist ein recht junges Projekt. Es braucht Java 8 Nashorn und installiert derzeit nur auf einem Glassfish. Ich werde vermutlich demnächst mal eine kleine App auf der Basis posten.

 Blender

Hmm, das passt irgendwie nicht so ganz in meine sonstigen Themen. Blender ist ein 3d Designtool für Animationen, Spiele – an sich alles, was man so im 3d Umfeld machen kann und es ist Open Source und es kostet nichts und es gibt unglaublich viele Tutorials. Ok, warum sollte sich ein Softwareentwickler mit einem 3d Designtool auseinandersetzen? Naja, 3d wird kommen. Eher früher als später. Das zeigt schon der Aufkauf von Occulus durch Facebook, die Ankündigung von Sony oder die Integration von Unity3d in den Browser So wie man als Entwickler wissen sollte, wie eine Webseite funktioniert, sollte man auch eine Idee haben, wie 3d funktioniert. Außerdem macht es einfach Spaß! 😉

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